Weihnachten – Horror oder besinnliche Zeit?

Wie jedes Jahr, für viele völlig überraschend, stehen in wenigen Wochen die Weihnachtsfeiertage vor der Tür und zwei Kernfragen müssen dann zügig beantwortet werden: “Wollen wir sie überhaupt rein lassen?” und “Welche Form ist angemessen?”

Nun, das muss natürlich jeder individuell für sich entscheiden, aber bei meiner Frau und mir macht sich jetzt schon eine große Vorfreude breit. Das war leider nicht immer so, aber aus einer Vielzahl von negativen Erfahrungen haben wir zum Glück die für uns richtigen Schlüsse gezogen.

Zum einen sind alle Geschenke, bis auf ein paar süße Kleinigkeiten, seit Ende Oktober (!) besorgt und liebevoll verpackt. So können wir die Zeit bis zum Fest entspannt und unbeschwert genießen. Die Besuche der Weihnachtsmärkte und bei Freunden an den Adventswochenenden bilden dabei einen Schwerpunkt.

Zum anderen ist der Urlaubsantrag unseres Sohnes jetzt doch genehmigt worden. Die Feiertage und die Zeit danach werden wir in unserem Resthof direkt an der Elbe ohne Handy, Tablet und PC zusammen verbringen. Lange Spaziergänge, Einkehr in urige Gasthöfe und Cafes sowie viele gute Gespräche gehören dabei zu unserem persönlichen Entschleunigungsprogramm. Alles kann, nichts muss!

Zwei weiteren Krisenherden haben wir in den letzten Jahren erfolgreich den Garaus gemacht. Nachdem die Küche bei dem Versuch, ein opulentes Vier Gänge-Menü zu zaubern, in kürzester Zeit aussah wie nach der Detonation einer Wasserstoffbombe, gibt es seitdem Heiligabend eine einfache, aber dennoch leckere Speisefolge: Currywurst (für uns die beste: hier) mit Kartoffelsalat (Geheimrezept meiner Frau, ein Tag durchgezogen) und als Nachtisch Zimtstern-Eis – fertig!

Auch das Thema “Weihnachtsbaum” haben wir mittlerweile nach vielen nervigen Versuchen elegant gelöst. Am 22.12. werden der Fuß und der Baumschmuck parat gelegt, am 23.12. wird der im Internet erworbene Baum pünktlich an die Haustür geliefert und am 24.12. wird er am Vormittag gemeinsam geschmückt.

Bei dieser Planung (und Umsetzung!) haben Stress, Gereiztheit und schlechte Laune kaum eine Chance, uns die Feiertage zu vermiesen.